Mittwoch, 19. August 2015

Potsdamer Schlössernacht 2015

Hallo Ihr Lieben,

nach der großen Hitze der letzten Woche, gab es ja nun zum Wochenbeginn eine leichte Abkühlung. Am Samstag bei der 17.  Potsdamer Schlössernacht war es aber noch recht schwül.



Und ganz ehrlich? Ich war etwas enttäuscht. Ich kenne die prunkvollen Schlössernächte 2006 und 2009! Mark und ich hatten ja Kora zum Geburtstag ein Ticket für dieses Ereignis geschenkt. Sie und Mark waren noch nie da und ich schwärmte von den vielen Maskierten und den herrlichen Kostümen.

Ich habe eindeutig zu viel geschwärmt, denn diese Schlössernacht konnte mich nicht vom Hocker reißen. Die Bühnen waren zwar mit tollen Musikern bestückt aber abseits der Bühnen blieb das Zauberhafte auf der Strecke. Ich war froh, dass wir mit Behindertenausweis und vorhandenem B (für erforderliche Begleitperson) nur zwei Tickets brauchten, denn die 46,20 Euro pro Kopf hätten wir uns nicht leisten können. Ein Programmheft für Kora schlug auch noch mal mit 5 Euro zu buche. Das sollte inklusive sein, bin ich der Meinung.

Zum Vergleich: 2006 waren die Tickets rund 30 Euro und bis Weihnachten restlos ausverkauft. Da ich diese aber meiner Ma und Tante zum Geburtstag schenken wollte, erstand ich diese bei Ebay für 50 Euro. Aber der Unterschied war gravierend. Damals waren wir ohne Programm unterwegs und haben mit Sicherheit mehr zu sehen bekommen, als dieses Jahr.



Nun gut. Wir betraten gegen 17 Uhr den Park am Grünes Gitter und machten uns auf zum Schloss Sanssouci. Der Aufstieg war wie immer sehr beschwerlich für mich. Auf dem Hofplatz sollte aber eine Tanzstunde gezeigt werden wonach auch das Publikum zum Tanzen mit einbezogen wurde.



Danach tranken wir zu viert erst einmal etwas. Um auf den Abend anzustoßen, hatten Mark und ich zwei kleine Flaschen Prosecco eingeschleust.

Auf die Mühle wollte niemand mit mir.


Nun sollte es zur Orangerie gehen. Vom Trio Muzet Royal, das Filmmusiken spielte sahen und  hörten wir nur noch die letzten Lieder. An der Orangerie waren auch viele Fressbuden, und so stärkten wir uns etwas. Von den Preisen her ging es einigermaßen, normal teuer würde ich sagen. Abgesehen davon, dass ich für ein verbranntes Steak keine 5 Euro bezahlt hätte. Es gab alles von Asia Food bis Curry Wurst. Nicht unbedingt herrschaftlich aber man konnte von Tellern dinieren, was für Festivalbesucher wie uns, schon etwas besonderes darstellte. Wir gönnten uns noch einen  Programmpunkt vor Ort. Das Oriel Quartett machte auch wunderschöne Musik. Danach brachen wir zum Neuen Palais auf.

Antenne Brandenburg Moderatoren führten die Gäste an den Hauptbühnen durch das Programm und an den Wegen durch den Park. Viele Besucher der Schlössernacht sind nicht oft im Park und man kann sich ohne Plan schnell verlaufen.

Auf dem Weg dorthin trafen wir noch diese wunderschönen Damen:


Und man durfte mit aufs Bild.


Doch nun mussten wir langsam die Bühne am Neuen Palais suchen, denn das mussten wir sehen. Im Programmheft hatte es mich schon angesprungen und Kora war auch angetan.

Dann sahen wir noch ein bezauberndes Motiv!
Königlicher Sonnenuntergang

20:20 Uhr hatten wir die Bühne auf der anderen Seite des Neuen Palais  erreicht und machten es uns auf unserer mitgebrachten Decke gemütlich. Kora und ihre Freundin machten noch eine Runde zu Toiletten und Essständen. Sie fanden sogar zwar freie Plätze in den vollen Reihen. 
The Dark Tenor versprach viel und hielt es auch. Ich war sprachlos. Klassische Musik gepaart mit Trommeln und anderen modernen Elementen.  


Klassische Musik mal anders! Hat uns außerordentlich gut gefallen!

Bei Mark Scheibe konnten wir nur flüchten. Diese abgedroschenen Schlagertexte passten ganz und gar nicht zu den stilvollen Klängen der Band. Doch es gab noch einige schöne Motive, die wir festhalte mussten.






Nun wollten wir auf den Wegen nach Sehenswerten Ausschau halten. Was sich als sehr entmutigend herausstellte. Wir fanden nicht einmal einen sprechenden Baum, obwohl diese selbst in der Events angepriesen wurden.

Was wir fanden war, das Theater ANU mehrmals mit dem Schattentheaterstück  “Vom König, der nicht schlafen konnte“.


Danach wurde es, durch den kurzen kleinen Schauer  am Nachmittag und der Hitze des Tages, zu Nebel. Weitere Fotos gelangen uns deswegen nicht wirklich. 

Die größte Frechheit, leistete sich die Schlössernacht, bei den Toiletten. So wurden tatsächlich 50 Cent von den Gästen verlangt. Ich hatte jedoch Glück, da es für Rollstuhlfahrer und Rollatoren Benutzer nur Dixis gab, kam ich um die Bezahlung herum. Trotzdem war ich fassungslos.

Anschließend ließen wir uns neben dem Neuen Palais in einem separaten Biergarten nieder und tranken noch etwas bis um 00:30 Uhr das 12menütige Feuerwerk gezündet wurde. Leider ging dieses etwas im Nebel unter.

Potsdam TV war mit Torsten Lehmann live dabei!

Liebe Grüße
Eure Anke

2 Kommentare:

  1. Schade das Du nicht ganz zufrieden warst, Du hast die früheren Jahre erlebt und dann kommt schnell Enttäuschung auf. Schade das man immer mehr abgezockt wird, jeder will verdienen und gerade bei so einem Anlass schlagen sie zu. Trotzdem hast Du schöne Bilder mitgebracht, die Kostüme sind herrlich.

    LG Biene

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Biene,

      ich war es halt anders gewöhnt. Auf den Bühnen waren ja großartige Musiker, mir hat das drum rum gefehlt. Aber wir hatten zu viert trotzdem einen wunderschönen Abend.

      Liebe Grüße
      Anke

      Löschen